TSV 1894 Kusterdingen e.V.

Pamela Veith gewinnt WORLD RUN

Pamela Veith und Bernd Vöhringer starteten am 8. Mai beim  WINGS FOR LIFE WORLD RUN 2016 in Olten (Schweiz). Hier der Laufbericht von Pamela:
Wings for Life World Run ist ein Spendenlauf, der zeitgleich in vielen Orten auf der ganzen Welt stattfindet. Die Spenden kommen der Rückenmarkforschung zu Gute, deshalb wurden auch zeitgleich die Handicap Rollis gestartet. Ich wollte eigentlich zusammen mit Bernd in München starten, dort war der Start für Deutschland. Da ich mich erst vor zwei Wochen dazu entschlossen hatte, war dort dann leider schon das Meldeportal geschlossen. Das nächst liegende Land war dann die Schweiz, dort fand der Lauf in Olten statt. Um 13 Uhr war Start, mit 4000 Läufer/innen. Die Stimmung war gut, das Wetter auch und mit 24 Grad fast zu warm, da man sich an die hohen Temperaturen noch nicht gewöhnt hatte. Da ich mich nicht wirklich auf das Rennen vorbereitet hatte, war mein Ziel, so ca. 45 Kilometer zu laufen. Das Ganze läuft ja folgendermaßen ab: Es gibt ein Catcher Fahrzeug, das nach einer halben Stunde los fährt und dann die Läufer nach und nach einholt. Wer also die meisten Kilometer gelaufen ist, bis er von dem Catcher Fahrzeug eingeholt wird, der hat gewonnen. Das Fahrzeug fährt einen Schnitt von 15 km/h. Die langsamsten Läufer scheiden somit am frühesten aus. Die Strecke ist in Olten nicht ganz einfach, da sie doch ein paar Höhenmeter aufweist und es zum Teil auch auf geschotterten Feldwegen entlang geht. Da ich schon einige Tage zuvor Zahnschmerzen hatte, war ich am Überlegen, ob ich es mir tatsächlich antun sollte, doch es war schon gebucht und ich nahm mir dann halt eine geringere Kilometerleistung vor. Also schraubte ich mein Ziel auf 42 Kilometer herunter, was an diesem Tag dann auf Grund der Hitze und der Vorbelastung auch noch zu viel war. Am Start stand ich ziemlich vorne in der zweiten Reihe und konnte somit gleich mit den schnellsten Männern vorne weg laufen, was jedoch im Nachhinein gar nicht so gut war und ich schon nach zehn Kilometern büßen musste. Das doch etwas zu hohe Tempo konnte ich nicht halten auf Grund der Gegebenheiten. Die bis dahin zweite Frau hatte mich dann bei Kilometer zehn überholt und ich konnte ihr nicht folgen. So verlor ich sowohl die zwei Radbegleitungen, die ich vorher als Führende hatte, als auch das Führungsmotorad mit dem Kameramann, denn das Event wurde auch im Fernsehen auf Servus TV und Euro Sport übertragen. Die nun führende Frau war eine Schweizerin, die bei Kilometer 25 dann aber ebenfalls schwächelte und nur noch rund 300 Meter vor mir war, wie mir ein Zuschauer zurief. Das motivierte mich nochmal und ich konnte sie bei Kilometer 34 tatsächlich überholen. Bei Kilometer 39,6 holte mich dann das Catcher Fahrzeug ein und das Rennen war für mich beendet. Überglücklich ließ ich mich in die Arme meiner Radbegleitungen fallen und musste sofort ein Interview für das Fernsehteam geben. Als Siegerin musste ich dann nicht wie die Anderen mit dem Shuttle-Bus zurückfahren, sondern wurde von dem Catcher-Car persönlich ins Ziel gefahren und frenetisch empfangen. Die Siegerehrung war toll, es gab eine Champagner Dusche zusammen mit dem Sieger der Männer und den Siegern der Behinderten- Sportler (Rolli-Fahrer). Ein tolles Erlebnis, mit dem Gedanken gleichzeitig etwas Gutes getan zu haben. Leider lief es bei Bernd nicht so gut, er schaffte 41,13 Kilometer bis er eingeholt wurde, was Platz 18 insgesamt bedeutete und Platz sechs in der Klasse M45.

http://www.wingsforlifeworldrun.com/ch/de/ueber-den-lauf/ueber-den-lauf/

Bild2

Fotos: Privat

Fotos: Privat