TSV 1894 Kusterdingen e.V.

Lisa Mehl gewinnt Ultra-Trail in Finnland

 

Lisa Mehl gewann in Finnland den NUTS Pallas „Midnight Sun Trail Ultra“, ein Geländelauf, der im Ylläs-Pallas Nationalpark stattfindet. Es wurden drei Distanzen angeboten, die anspruchsvolle Ylläs-Hetta 134k mit +4027 Höhenmeter, die Pallas-Hetta 55k und die kürzere 26k (+1238). Lisa „gönnte“ sich die längste Distanz. Hier ihr Erlebnisbericht: Am Freitag dem 15. Juli starteten wir 134 km Läufer bei bestem Wetter um 18:00 Uhr. Die Strecke mit ihren knapp über 4000 hm sollten uns durch den Ylläs-Pallas Nationalpark führen. Für mich war das der erste Lauf, der über Nacht ging und somit war es angenehm, eine komplette Dunkelheit aufgrund der Mitternachtssonne umgehen zu können, da die Sonne in der Nacht nur für wenige Minuten unterging. Dieser Umstand hüllte die Landschaft immer wieder in ein mysteriöses Zwielicht. Die anspruchsvolle Strecke führte über Geröllpisten, durch viele Moore und Sümpfe, durch endlose Birkenwälder, über die Fjälls, an Rentierherden vorbei und durch Schwärme gefräßiger Moskitos. In der Zeit vor dem Rennen gab es in der Gegend Lapplands heftige Stürme. Somit lagen sehr viele entwurzelte oder umgeknickte Stämme auf den schmalen Trails, welche es zusätzlich zu überwinden galt. Ein Finne benannte dies ganz treffend: 100 k hurdles. Bei der Dropbagstation bei km 78 verzichtete ich auf einen Schuhwechsel, da trockenes Schuhwerk nur wenige Minuten auch trocken bleiben sollte. Ich setzte lieber auf das Anlegen einer Regenjacke, denn es gab einen Wetterumschwung. Die letzten 50 km des Rennens führten überwiegend durch ungeschütztes Gelände und auf den Fjälls wehte ein Eiswind und Nebel verhinderte die Sicht. Nachdem ich den Verpflegungsposten verließ, begann auch der Regen einzusetzen und die letzten 30 km wurden extrem schwer, da ich schnell durchnässt war, mir die Kälte sehr zu schaffen machte und die Müdigkeit rasant zunahm. Am letzten Verpflegungsposten, 11 km vor dem Ziel in Hetta, informierte mich ein Helfer, dass ich die erste Frau sei und das motivierte dann doch nochmals auf den „Zielgeraden“. Überglücklich erreichte ich das Ziel nach 20:05 Stunden als insgesamt Fünfte und als erste Frau. Erster Mann wurde Mikael Heerman aus Finnland mit einer Zeit von 18:30 Stunden. Er wollte ursprünglich zwei Stunden schneller laufen, gab jedoch zu, dass das aufgrund des Wetters unmöglich gewesen sei. Viele Läufer haben aufgrund des Wetters das Rennen abgebrochen Im Ziel boten die äußerst gastfreundlichen Finnen eine mobile Sauna und warmen Blaubeersaft an.

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Fotos: Privat

Fotos: Privat