TSV 1894 Kusterdingen e.V.

Deutsche Frauen auf Platz sieben in Portugal

Bei der Weltmeisterschaf im Ultra-Trail-Lauf, die in Geres (Portugal) stattfand, war Deutschland mit einem Männer- und einem Frauenteam vertreten. Die Streckenlänge betrug 85 Kilometer mit 5.000 Höhenmetern. Start war schon am Morgen um 5 Uhr (6 Uhr deutsche Zeit). mit 25 Männer- und 16 Frauenteams. Während sich die deutschen Männerteams über die Bronzemedaille freuen konnten, erlief sich die Frauenmannschaft mit Claudia KAHL/LSG Karlsruhe (11:25:42 Std.), Brigitte SCHIEBEL/TV Immenstadt (11:52:00), Ildiko WERMESCHER/FT Jahn Landsberg (11:55:15), Anne-Marie FLAMMERSFELD/Rumelner Turnverein (12:18:15), Pamela VEITH (13:12:26) und Simone PHILIPP/TV Jahn Kempten (13:12:26) einen sehr guten siebten Platz. Hier noch ein kurzer Erlebnisbericht von Pamela:
Ich war zusammen im Ziel mit Simone Philipp, zu der ich an der Verpflegungsstation bei Kilometer  45 auf dem Berg aufgelaufen bin. Ihr ging es da gar nicht gut, sie wollte aussteigen. Durch mein gutes Zureden (mentales Coaching) konnte ich sie dazu bewegen an mir dran zu bleiben und sagte ihr, wir ziehen das jetzt gemeinsam durch. Auch für mich war es hilfreich, denn gemeinsam konnten wir auch hinten raus noch besser durchhalten und uns gegenseitig motivieren. So sind wir dann zusammen ins Ziel gelaufen, was uns total wichtig war, nachdem wir 40 Kilometer gemeinsam über Stock und Stein, durch Bäche bei großer Hitze (ca. 30 Grad) oben auf dem höchsten Punkt, der 1.400 Hm hatte, rauf und runter, schwere Abstiege mit großem und glitschigem Gestein, sowie durch Bachwasser gewatet sind. Zwei Stürze hatte ich, aber es ging zum Glück glimpflich aus. Es war für mich bergab sehr brutal da ich nicht so sehr das alpine Gelände trainieren konnte. Lediglich drei Verpflegungsstationen hat es gegeben, an denen die Betreuer standen und noch drei offizielle. Bei den hohen Temperaturen war das recht wenig, denn wenn man für 15 Kilometer teilweise drei Stunden braucht, sind 15 Kilometer bis zur nächsten Station sehr lange. So war jeder Brunnen eine Wohltat, so dass wir uns fast noch hineingesetzt hätten. Zumindest war uns irgendwann egal, ob das Wasser trinkbar war oder nicht, Hauptsache Wasser. Viele sehr starke Top- Läufer/Innen mussten aufgeben. Wir konnten selbst nach der ersten Hälfte und ganz am Schluss noch einige Männer und natürlich Frauen überholen. Aus der deutschen Mannschaft  musste nur ein Mann das Rennen vorzeitig beenden. Da der Start schon um 5 Uhr in der Früh in Braga war, musste man um 2 Uhr aufstehen, mit dem Bus um 3.30 Uhr eine Stunde zum Start fahren. Dort um 4.45 Uhr angekommen ging es eine viertel Stunde später los, also alles knapp kalkuliert. In 2 Tagen habe ich insgesamt nur fünf Stunden geschlafen. Aber ich habe keine größere Verletzung, außer ein paar Schrammen und Kratzer und ein bisschen Muskelkater. Das ist toll, wenn man sieht, wie andere einen Tag später umherhinken. Das Bild zeigt Pamela (Mitte) mit zwei ihrer Mitstreiterinnen kurz vor dem Start.

Foto: Privat