TSV 1894 Kusterdingen e.V.

Pamela Siebte in China

Foto: privat

Als Siegerin des Gobi-Ultra-Marathon über 50 Kilometer 2015 und  als Gesamtvierte und beste Europäerin 2016 über 100 Kilometer wurde Pamela Veith vom chinesischen Leichtathletikverband auch dieses Jahr wieder zum Internationalen Ultramarathon eingeladen, der diesmal in der Provinz Kunming, rund um den Fuxian See ausgetragen wurde. Auf Grund Ihres Trainingszustands nach längerer Verletzung entschied sie sich für die 50 Kilometerstrecke. Vom Start auf 1.700 Metern Höhe waren nochmals 390 Hm zu laufen, so dass der höchste Punkt bei über 2.000 Metern lag. Das Rennen war zwar auf der Straße, aber auf Grund der Umstände mit dem Jetlag und dass man auf 1.700 Meter Höhe war und doch erst vier Tage vor dem Rennen anreiste, war die Akklimatisation relativ kurz. Über die 50 Kilometer Distanz waren die meisten Teilnehmer am Start, der morgens um 8.30 Uhr bei 15 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit stattfand. Später nach zwei Stunden waren es dann bereits 28 Grad und gegen Ende des Rennen noch extremer. Deswegen hatten viele Läuferinnen und Läufer mit Krämpfen zu kämpfen und mussten Gehpausen einlegten. Die ersten 10 Kilometer lief es für Pamela überhaupt nicht gut und sie hatte Zweifel, ob sie überhaupt zu Ende laufen könnte. Da sie aber ihre mentale Stärken kennt und wusste, dass sie schon mit ganz anderen Dingen fertig wurde, kämpfte sie sich durch. Im Bereich zwischen Kilometer  21und 48 konnte sie insgesamt sieben Frauen und zehn Männer aus verschiedenen Nationen überholen und wurde hinten raus immer stärker. Nach der Halbmarathon Distanz hatte sie eine Zeit von 1:40 und nach Marathon 3:24 Stunden. Das zeigte, dass es lief, obwohl sie dieses Jahr noch keine so lange Distanzen in den Beinen hatte. „Es war ein unglaubliches Erlebnis und ich war so glücklich nach 4:05:28 Stunden im Ziel als Siebte gesamt ohne Probleme angekommen zu sein. Für mich war es unbeschreiblich dass ich ohne gezielte Vorbereitung dieses Rennen mit dieser Platzierung so beenden konnte, ohne muskuläre Probleme“. Siegerin wurde eine neun Jahre jüngere Polin, die eine Marathonbestleistung von 2:30 Stunden hat. Alle sechs Läuferinnen vor Pamela waren Profis, die außer laufen praktisch nichts anderes machen. Auf Platz zwei bis sechs waren Läuferinnen aus der Ukraine, aus Australien, England, Schweden und Norwegen.